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Brauchen wir mehr oder weniger Verbraucherinformation? Die Informationsüberlastung vieler Verbraucher ist genauso zu beobachten, wie die anstrengende und erfolglose Suche nach vernünftigen Informationen.
Verbraucherinformationen müssen einfach zu verstehen und leicht zu finden sein. Informationen am Point of Sale oder auf der Verpackung verringern den Suchaufwand. Allerdings: auf die Verpackung passt häufig nichts mehr rauf. Was ist also zu tun, wenn Verbraucher dennoch mehr über die Produkte und ihre Qualitäten wissen wollen? Markttransparenz und asymmetrische Informationsverteilung Information und Markttransparenz sind spätestens seit dem klassischen Artikel von Akerlof (1970) ein zentrales Thema in der Wirtschaftstheorie geworden. Ausdruck dafür ist die Nobelpreisverleihung im Jahre 2001 an Akerlof und zwei Kollegen für diesen Forschungsansatz. Akerlof beschreibt am Beispiel des Gebrauchtwagenmarktes, wie (Güter-) Märkte mit einer asymmetrischen Informationsverteilung zwischen Anbietern und Nachfragern zusammenbrechen können, wenn für die Anbieter von Gütern guter Qualität keine Möglichkeit besteht, den Nachfragern diese Qualität glaubwürdig zu signalisieren. Wenn die Käufer den Unterschied zwischen „guten" und „schlechten" Gebrauchtwagen nicht kennen, müssen die Anbieter der „guten" Gebrauchtwagen schrittweise mit dem Preis heruntergehen. Im Ergebnis verdrängen dann die schlechten Autos tendenziell die guten. Anbieter einer besseren Qualität stehen demnach systematisch vor dem Problem, wie sie die asymmetrische Informationsverteilung (der Anbieter kennt die gute Qualität des von ihm angebotenen Gutes, der Nachfrager jedoch nicht) überwinden können. Die Überwindung der Informationsasymmetrien liegt im wohlverstandenen Eigeninteresse der Anbieter von Produkten mit guter Qualität.
| | Volkwirtschaftliche Bedeutung Ein Aufsatz begründet Verbraucherinformation nicht sozialpolitisch, sondern volkswirtschaftlich.
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Begriff der Verbraucherinformation Unter Verbraucherinformation werden zwei Arten von Informationen verstanden: 1. solche Informationen, die von Anbietern in der Regel warenbegleitend aufgrund von gesetzlichen Vorschriften mitgeliefert werden oder die dem Konzept einer freiwilligen Selbstbindung folgend in einer weitgehend standardisierten und deshalb leicht vergleichbaren und wiedererkennbaren Art und Weise von den Anbietern zur Verfügung gestellt werden, und 2. solche Informationen, die von Verbraucherverbänden oder -institutionen mit dem Ziel verbreitet werden, Entscheidungen von Konsumenten, die mit dem Kauf und/oder der Verwendung von Produkten und Leistungen in Zusammenhang stehen, zu verbessern und zu erleichtern.
|  | Begriff Verbraucherinformation Wird in einen Aufsatz von Schrader, Schoenheit, Hansen systematisch erläutert.
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|  | Konzeption Verbraucherinformation Papier des wissenschaftlichen Beirat des BMELV unter Federführung von Prof. Dr. Dr. Ursula Hansen.
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Informationsbedarf Die Menge aller Informationen, die „an sich zu berücksichtigen wären", um eine vollständige rationale Kaufentscheidung zu treffen, kann als objektiver Informationsbedarf bezeichnet werden. Das Konzept des objektiven Informationsbedarf orientiert sich in der Regel an ganz unrealistischen Vorstellungen über die möglichen Ziele von Konsumenten in Zusammenhang mit dem Kauf von Produkten. Vor allem jedoch werden die Konsumenten hier systematisch hinsichtlich ihrer Bereitschaft und Fähigkeit überschätzt, sich länger und systematisch mit der Suche, Aufnahme und der Verarbeitung von Informationen zu beschäftigen. Konsumenten sind keine Informationsverarbeitungsmaschinen.
|  | Subjektiver Informationsbedarf Verhaltenswissenschaftliche Überlegungen zum Informationsbedarf trägt ein Aufsatz zusammen.
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|  | Eine empirische Studie belegt einen hohen Informationsbedarf der Verbraucher in unterschiedlichen Produktkategorien.
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 16. April 2007 )
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