Nachhaltige Start-ups im Finanzsektor


08.07.2020

Von Inka Scheidt

Seit Jahren verändert sich die Wirtschaft durch die Etablierung neuer Start-ups. Neue Ideen bringen Elan und neue Konkurrenz in die Märkte. Auch die Finanzbranche stellt sich neu und digital auf. Durch die ZDF-Serie „Bad Banks“ wurde dieses Phänomen jüngst auch medial thematisiert. Doch wie sehr verändern Fintechs die Finanzbrache mit ihren etablierten Banken? Wie präsent sind nachhaltige Fintechs?

Kein Antagonismus zwischen Banking und Nachhaltigkeit

Die Digitalisierung in Deutschland schreitet voran. Seit letztem Jahr wird über den Ausbau des 5G-Netzes gesprochen und Apple und Google veröffentlichten ihre eigenen Bezahldienste. Die Welt wird digitaler und dadurch möglichweise auch transparenter. Fintechs, kurz für Financial Technologies, wollen die Finanzwelt revolutionieren und mit ihren Ideen greifbarer und moderner gestalten. Derzeit gibt es viele von ihnen auf dem Markt. Viele verschwinden nach kurzer Zeit auch wieder. Und dennoch schaffen es einige, ein wettbewerbsfähiges Konzept zu erstellen und sich so im Finanzmarkt zu etablieren. Doch hierbei handelt es sich nicht nur um Fintechs, die sich das Banking zur Aufgabe genommen haben. Fintechs sind in allen Bereichen des Finanzwesens anzutreffen: Von Kreditvergabe, wie Smava oder Auxmoney, über Fundraising bis zu Identverfahren, wie IDnow. Heutzutage ist digital fast alles möglich und das Thema „Nachhaltigkeit“ macht auch hier keinen Stopp. Banking und nachhaltig Agieren sind weder im bekannten Bankenwesen noch in der Fintech-Szene Antagonisten.

Positiver Impact und Transparenz als Strategie

Der gesellschaftliche Trend zu einer nachhaltigen und bewussteren Lebensweise wird durch mediale Berichterstattungen unterstützt. Der Klimawandel ist allgegenwärtig, Plastik begegnet uns alltäglich und durch Corona bemerken wir, dass bestimmte Dinge wichtiger sind als andere. Nachhaltigkeit ist und wird immer wichtiger. Viele Fintechs haben sich dies zum Ziel erklärt. Das bekannteste Fintech ist wahrscheinlich die Bank N26. Durch die mobile Handhabung am Smartphone ist es möglich, von überall auf sein Girokonto zuzugreifen. Nachhaltiger Konkurrent (neu „Challenger“) ist die Hamburger Bank Tomorrow. Diese digitale Bank steht für positiven Impact und nachhaltige Geldanlagen. Durch Anlagen in Erneuerbare Energien oder auch Investitionen in den Schutz für natürliche Ressourcen und den Klimawandel will die Bank einen Teil für eine umweltfreundliche und sozialverträgliche Gesellschaft leisten. Transparenz verspricht Yova aus der Schweiz. Dieses Fintech veranschaulicht durch eine App den individuellen Weg der Geldanlage. Mit dem Slogan „Investiere in eine bessere Welt“ wird ihre Impact-Investing-Strategie nach persönlichen Interessen ausgerichtet. Diese Beispiele zeigen, dass nachhaltige Finanzen für jedes Individuum verständlich und leicht umsetzbar sind, ohne in ein naheliegendes Finanzinstitut zu gehen und sich beraten zu lassen. Diesen Trend haben auch die etablierten Banken erkannt, daher steigen sie in die Fintech-Szene ein, um wettbewerbsfähig zu bleiben und dem Wandel der Gesellschaft sowie der Digitalisierung zu folgen.

Banken steigen in Fintech-Szene ein

Um auch jüngere und digitale Generationen anzusprechen, sind einige Banken in das Fintech-Geschäft eingestiegen. Das zuvor genannte Fintech Tomorrow kooperiert mit der SolarisBank AG. Auch die Deutsche Umweltstiftung gründete mit Ecocrowd eine Crowdfunding-Plattform zur Unterstützung nachhaltiger Projekte sowie TruBudget von der KfW, die Entwicklern kostenfrei eine Blockchain-Technologie zur Verfügung stellt, um Gebermittel transparent und sicher zu steuern. Das Interesse an und der Einfluss von Fintech wächst, doch nicht alle überleben den Konkurrenzkampf. Auch das imug hat sich bereits mit dem Thema auseinandergesetzt und schon erfolgreich mit Fintechs zusammengearbeitet.

Flexible und maßgeschneiderte Nachhaltigkeitschecks

Beispielhaft sind hierbei die SDG-Checks für die Plattform sdg-investments.com. imug | rating prüft, wie nachhaltig die hier gelisteten Projekte sind und ob ein Bezug zu den Sustainable Development Goals der UN gegeben ist. Ebenso erwähnenswert ist die Zusammenarbeit mit finpair, einem Tochterunternehmen der NORD/LB. Für dieses Start-up untersucht imug | rating die „Grüne Finanzierung“, zum Beispiel einem Grünen Schuldscheindarlehen. imug | rating bietet hier maßgeschneiderte Lösungen und ermöglicht auch Akteuren in der Gründungshpase den Zugang zu qualitatitv hochwertigem Nachhaltigkeitsresearch. Die Wichtigkeit der Fintechs, auch in Bezug auf Nachhaltigkeit, zeigt sich nun auch in der zweiten Staffel der deutschen Erfolgsserie Bad Banks.

Bad Banks thematisiert die Verbindung zwischen Bank und Fintech

Die zweite Staffel verfilmte den Einstieg einer großen deutschen Bank in die Fintech-Szene. Nachdem die Bank merkt, dass Fintechs aufstreben, versucht sie einen Einstieg in die Sparte zu finden und steigt bei verschiedenen Start-ups ein, um ihnen zum Aufschwung zu verhelfen. Der Fokus liegt auf einem nachhaltigen und progressiven Fintech. Ebenso wird deutlich, wie hart der Konkurrenzkampf ist, sich zu etablieren. Aufstieg und Fall liegen nah beieinander. Die Idee und die Strategie des Fintech müssen sich von anderen abheben, um nachhaltig erfolgreich zu sein.

Die Zukunft wird individueller und persönlicher

Fintechs revolutionieren derzeit die Gründerszene sowie den Finanzmarkt. Das Interesse steigt stetig und wird medial präsenter. Durch den Einstieg von Banken werden neue Möglichkeiten eröffnet, um Potenziale ausschöpfen zu können und ebenso eine nachhaltigere Strategie anzustreben. Individualismus und Transparenz verhelfen zu einer eigenen Persönlichkeit der Fintechs, wobei zugleich ein Beitrag zum Umweltschutz oder auch sozialen Projekten geleistet werden kann. Dieser Trend wird sich in Zukunft fortsetzen – imug | rating unterstützt gerne die weiteren Prozesse in Richtung Nachhaltigkeit.


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