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CSR - Rating - Shopping for a better world und Unternehmenstest PDF Drucken E-Mail

CSR-Ratings oder auch Nachhaltigkeitsratings haben sich in den letzten 10 Jahren auch in Deutschland etabliert. Der generische Begriff für CSR-Ratings ist "Unternehmenstests". 

In den USA
hatte der Council on Economic Priorities (CEP) die Idee einer unabhängigen Unternehmensbewertung populär gemacht. „Shopping for a better World" hießen die ersten kleinen Shopping Guides, die es jedoch in sich hatten. Obwohl sich diese "Einkaufsratgeber" an Konsumenten wendeten, enthielten sie keine Aussagen zur Qualität oder zu den Preisen von Produkten. Bewertet wurden die Unternehmen, die die Produkte herstellten oder vermarkteten. Es ging um Umweltschutz, Menschenrechte, Diskriminierung von Minderheiten, Tierschutz, Gentechnik und anderes mehr. Es ging um die Themen, die heute als Inhalte einer Corporate Social Responsibility diskutiert werden. Die damalige Leiterin des CEP, Alice Tepper Marlin (Foto zusammen mit Dr. Ingo Schoenheit am Rande einer imug Tagung über CSR in 2002), ist heute vor allem als „Erfinderin" des Sozialstandards SA 8000 bekannt.

In London
arbeitete parallel zum CEP seit 1983 - anfangs fast „unbemerkt" - die Research-Organisation EIRIS an einer vergleichbaren Aufgabenstellung. EIRIS bewertete Unternehmen, die für Kirchen und karitativen Einrichtungen als ethisch vertretbare Kapitalanlage in Frage kommen sollten. Die Untersuchungsfelder, einige Kriterien vom CEP und EIRIS waren durchaus vergleichbar. Das fanden EIRIS, CEP und das imug als kooperierenden "Global Partner" sehr schnell heraus.


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CSR - Research Partner kooperieren
Das 1996 von CEP, EIRIS und imug unterschriebenene Mission-Statement der Global Partners Working Group.
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In Deutschland
ist die Idee für unabhängige sozial-ökologische Unternehmenstests vom 1992 gegründeten imug Institut aufgegriffen und methodisch weiterentwickelt worden. In Gesprächen zwischen Alice Tepper Marlin, Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Hansen und Ingo Schoenheit wurde 1991 in New York die Grundidee von sozial-ökologischen Unternehmenstests konkretisiert. Die ersten „Unternehmenstester" erschienen dann 1995 in Deutschland. In mehreren rororo Taschenbüchern wurden die sozial-ökologischen Bewertungen von hunderten von Firmen der Nahrungsmittelindustrie (1995 und 1999), der Kosmetik- und Waschmittelindustrie (1997) und der Elektrogeräteindustrie (2000) vorgestellt. 70 bis 90 Kriterien zu sozial-ökologischen Bewertung wurden entwickelt und als Grundlage für die Bewertungen verwendet. Hervorzuheben war die Mitwirkung von wichtigen bundesdeutschen Verbraucherorganisationen bei der Durchführung des ersten vergleichenden sozial-ökologischen Unternehmenstests. 


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Kriterien sozial-ökologischer Unternehmensbewertungen


Die wissenschaftliche Begründung
von Unternehmenstests greift letztlich auf ein unternehmethisch reflektiertes Grundverständnis von Unternehmen zurück. Unternehmen müssen in modernen Wirtschaftssystemen ihre „licence to operate" im Dialog mit relevanten Stakeholdern stets neu begründen und legitimieren. In einer Reihe von Aufsätzen von Hansen / Schoenheit und in der imug Buchveröffentlichung „Unternehmenstest" im Vahlen Verlag (1995) sind die methodischen Fragen von Unternehmenstests gründlich diskutiert worden. Differenzierte Aussagen zur Methodik und zum Vorgehen bei externen sozial-ökologischen Unternehmensbewertungen liegen damit seit 1995 „nachlesbar" vor.


ImageMethodik  von Unternehmenstests und CSR-Ratings
Auszug aus dem Vahlen-Burch "Unternehmenstest" des imug aus 1997.
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Ratingagenturen
entdecken seit Ende der neunziger Jahre das Geschäftsfeld der Unternehmenstests oder auch „Ratings". Heute gibt es nicht nur EIRIS, sondern weltweit rund 30 Ratingagenturen, die ihre Untersuchungsergebnisse an Banken, Versicherungen usw. verkaufen. Auf dieser Grundlage werden „nachhaltige Fonds", „Nachhaltige Indizes" oder andere gut klingende Produkte am Markt platziert. Die Transparenz über diese Öko-, Nachhaltigkeits-, CSR- oder Ethik- „Ratings" stellt ein nicht gelöstes Problem dar. Das imug hat seit 2000 seine Forschungsanstrengungen auf die Frage einer verbesserten Markttransparenz im Bereich der Ratings konzentriert und neben der Mitarbeit an einem Qualitätsstandard für das Research auch normative Leitideen für seriöse Unternehmenstests únd „Ratings" entwickelt.


ImageNormative Leitideen für CSR-Ratings
Vor dem Hintergrund umfangreicher Erfahrungen mit sozial-ökologischen Bewertungen von Unternehmen formuliert Ingo Schoenheit Leitideen für Unternehmenstests und Ratings.
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Die Stiftung Warentest
„Vom Warentest zum Unternehmenstest“ lautete der Titel einer prämierten Diplomarbeit, die am Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Hansen 1990 geschrieben wurde. Allerdings brauchte es einige Jahre bevor die Stiftung Warentest Ende 2004 erstmalig einen eigenen Unternehmenstest zum Thema „Lachse" veröffentlichte. Seitdem ergänzt die Stiftung Warentest bei ausgewählten Produkten (Spielzeug, Fußbälle, usw.) ihre Produktbewertungen um Ergebnisse der von ihr selbst durchgeführten sozial-ökologischen Unternehmenstests.  Das imug Institut hat die Stiftung Warentest auf diesem Weg hin zu Erprobung von Unternehmenstests kritisch begleitet und beispielsweise die konzeptionellen Fragen der Integration von Unternehmenstests in die klassischen Warentests öffentlich zur Diskussion gestellt.


ImageUnternehmenstests / CSR-Tests  bei der Stiftung Warentest
Mit dem neuen Informationsangebot über CSR ergänzt die Stiftung Warentest ihre klassischen Produktbewertungen.
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Die Verbraucheraktzeptanz
von Unternehmenstests ist nach wie vor eine ungeklärte Frage. Sind Verbraucher bereit, Informationen über soziale und ökologische Leistungen von Unternehmen bei ihren Kaufentscheidungen tatsächlich zu beachten? Dies ist die Leitfrage eines in 2005 gestarteten Forschungsprojektes des imug, das vom "Bundesverbraucherministerium" finanziert wurde. Die Ergebnisse einer Wirkungsforschung bei den Abonnenten der Stiftung Warentest liefern erstmals harte Fakten. Bei 26 % der Leser aus dem Kreis der Abonnenten konnten in einem validen Messmodell Auswirkungen (keine Absichtserklärungen!) auf das Kaufverhalten festgestellt werden. 


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Forschungprojekt "CSR und Verbraucher"
Der imug newsletter vom März 2007 fasst wichtige Ergebnisse zusammen.
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Zahlreiche offene Forschungsfragen
sind in Zusammenhang mit sozial-ökologischen Unternehmensbewertungen bisher nicht zufriedenstellend beantwortet: Wie ist die Resonanz (Wirkung) bei Unternehmen auf kritische (oder positive) Unternehmenstest-Veröffentlichungen? Wie müssen Informationsangebote über soziale und ökologische Unternehmensqualitäten gestaltet sein, damit sie von Verbraucher genutzt werden? Welche Möglichkeiten gibt es, diese Informationen produktbegleitend oder am POS zu verbreiten?`Was können Unternehmen ihrerseits tun, um Konsumenten selbst glaubwürdig über ihre Leistungen zu informieren? 


ImageCSR und Verbraucher
Das imug fokussiert insbesondere Fragestellung, ob und in welchem Kontext Verbraucher CSR-Leistungen der Unternehmen bei ihren Kaufentscheidungen beachten.
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 12. November 2010 )
 
Prof-Dr-Dr-Hc-Hansen.jpg
Social Media aus Marketing- und Verbrauchersicht

"Social Media aus Marketing- und Verbrauchersicht" hieß die Tagung des imug und muk-net e.V., die am 11.-12. November in Hannover statt gefunden hat.

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Consumer Citizen machen Politik mit dem Einkaufskorb.

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