|
Der private Konsum kann durch einen niedrigeren Ressourcenverbrauch und durch eine geringere Schädigung der Umwelt pro Produkt- oder Dienstleistungseinheit einen wirkungsvollen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Nicht weniger verbrauchen, sondern effizientere Produkte und Dienstleistungen konsumieren, lautet das Credo der Effizienzstrategen des nachhaltigen Konsums.
Nachhaltige Produkte zeichnen sich durch einen hohen Beitrag zur Bedürfnisbefriedigung privater Haushalte zu vertretbaren Kosten aus (ökonomische Dimension) und sind möglichst ressourcenschonend und umweltverträglich in Produktion, Nutzung und Entsorgung (ökologische Dimension). Nachhaltige Produkte sind außerdem unter akzeptablen oder gar vorbildlichen Arbeitsbedingungen hergestellt und/ oder werden über „faire“ Handels- und Vertriebsstrukturen importiert und vertrieben (soziale Dimension). Sie erbringen demnach neben der Befriedigung des individuellen Nutzenkalküls der Verbraucher auch einen hohen gesellschaftlichen Nutzen zur Lösung existierender ökologischer und sozialer Problemlagen. Die Vertreter der Suffizienztheorie wählen einen anderen Ansatzpunkt. Ihnen geht es um die zentral um die Lebensqualität und um die Genussfähigkeit der Menschen, die sich nicht durch die gekonnteren Kauf von Produkten, sondern durch die Kompetenz der Konsumenten im Umgang mit Produkten und durch die Art der Lebensgestaltung steigern lässt. Beiden Konzeptansätze verlangen von den Verbrauchern ungewohnte und zum Teil auch unbequeme Verhaltensweisen. Doch nicht nur die Verbraucher sind schwer von der Attraktivität nachhaltiger Konsum- und Lebensstilmodelle zu überzeugen. Auch in der Politik werden Schwächen erkennbar, entsprechende Konzepte umzusetzen und die volkswirtschaftliche Funktion des Konsums in eine konsistente nationale Nachhaltigkeitsstrategie und Wirtschaftpolitik zu integrieren. Ob Konsumenten in Zukunft nachhaltig konsumieren, hängt nicht nur von ihnen ab. Das Produkt- und Dienstleistungsangebot muss die wirklich nachhaltigen Alternativen anbieten und eindeutig kenntlich machen.
|
|  | Produktlabel zur Kennzeichnung sozialer und ökologischer Qualitäten Vortrag von Ingo Schoenheit im Rahmen eines Workshops im Innovationsverbund Nachhaltiger Mittelstand der Leuphana Universität Lüneburg am 23. März 2011
PDF |
|  | Nachhaltiger Konsum - Warum wir so selten wollen was wir sollen! Vortrag von Ingo Schoenheit auf der Jahrestagung des DHB 2007 in Suhl (Charts)
PDF |
|  | Indikatoren für nachhaltigen Konsum Vortragsveröffentlichung von Ingo Schoenheit auf einer Tagung des BMLEV in 2004.
PDF |
|  | Die soziale Qualtät von Produkten wird in einem Aufsatz von Ingo Schoenheit (2005) beleuchtet.
PDF |
|  | Nachhaltiger Konsum Wichtiger Sammelband, der von Ursula Hansen und Ulf Schrader im Jahr 2001 herausgeben wurde.
PDF |
|
|
|
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 30. März 2011 )
|